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 Ein nettes Gedicht - und sooo wahr  ;-)

Willst du einen Hund, das ist gefährlich,
es bleibt nicht bei einem sei doch mal ehrlich.

Einer ist keiner, ein Zweiter muss her!
Ein Dritter ist einfach, ein Vierter nicht schwer!

Ein Hund auf dem Sofa, einer im Bett!
Die anderen haben Hunger, ist das nicht nett?

Die Möbel sind staubig, die Fenster nicht klar,
der Boden ist schmutzig, das Sofa voll Haar!

Es leidet der Haushalt, ich nehme es wahr.
Die Nasenabdrücke und überall Haar!

Die Familie bleibt weg, Freunde lassen dich in Ruh',
Du siehst nur die Hunde und Hundefreunde wie du!

Die Blumen sind tot, der Rasen ist hin,
wir pflanzen alles neu, haben nichts anderes im Sinn.

Ist es das wert? Was machst du da bloß?
Da kommt schon dein Liebling und springt auf den Schoß!

Sein Blick wärmt dein Herz und um nichts auf der Welt
gäbst du einen her, was bedeutet schon Geld?

Es muss wohl was wert sein, es muss dir was geben,
denn sie lieben dich alle: "Die Hunde - dein Leben."

Alles hat sich verändert, nichts ist mehr gleich!
Du liebst deine Hunde und deine Seele ist reich.

(Verfasser unbekannt)

 

   Eine nachdenkliche Geschichte (mit freundlicher Genehmigung
   der Seite www.hundshuus.de):

Himmel und Hölle

Ein Mann, sein Pferd und sein Hund wanderten eine Straße
entlang.
Als sie nahe an einem riesigen Baum vorbeikamen, erschlug
sie ein Blitz, alle drei. Doch der Mann bemerkte nicht, dass
sie diese Welt bereits verlassen hatten, und wanderte mit
seinen beiden Tieren weiter.
Manchmal brauchen die Toten etwas Zeit, bis sie sich ihrer
neuen Lage bewusst werden…“
Die Wanderung war sehr weit, führte bergauf und bergab,
die Sonne brannte, und sie waren verschwitzt und durstig.
An einer Wegbiegung sahen sie ein wunderschönes
marmornes Tor, das zu einem mit Gold gepflasterten
Platz führte, mit
einem Brunnen in der Mitte, aus dem
kristallklares Wasser floss. Der Wanderer wandte sich an
den Mann, der das Tor bewachte.

“Guten Tag.”
“Guten Tag”, entgegnete der Wächter.
“Ein wunderschöner Ort ist das hier, wie heißt er?”
“Hier ist der Himmel.”
“Wie gut, dass wir im Himmel angekommen sind, denn wir
haben großen Durst.”
“Sie können gern hereinkommen und soviel Wasser trinken,
wie Sie wollen”, sagte der Wächter und wies auf den Brunnen.
“Mein Pferd und mein Hund haben auch Durst.”
“Tut mir leid”, sagte der Wächter. “Tieren ist der Zutritt
verboten.”

Der Mann war enttäuscht, weil sein Durst groß war, aber er
wollte nicht allein trinken. Er dankte dem Wächter und zog
weiter. Nachdem sie lange bergauf gewandert waren, kamen
sie an einen Ort mit einem alten Gatter, das auf einen mit
Bäumen gesäumten Weg aus gestampfter Erde ging.
Im Schatten eines der Bäume lag ein Mann, den Hut in die
Stirn gedrückt,
und schien zu schlafen.

“Guten Tag”, sagte der Wanderer.  Der Mann nickte.
“Wir haben großen Durst, mein Pferd, mein Hund und ich.”
“Dort zwischen den Steinen ist eine Quelle”, sagte der
Mann und wies auf die Stelle. “Ihr könnt nach Lust und Laune
trinken.”
Der Mann, das Pferd und der Hund gingen zur Quelle und
stillten ihren Durst. Der Wanderer dankte abermals.

“Kommt wieder, wann ihr wollt”, antwortete der Mann.
“Wie heißt übrigens dieser Ort?”
“Himmel.”
“Himmel? Aber der Wächter am Marmortor hat mir gesagt,
dass dort der Himmel sei.”
“Das war nicht der Himmel, das war die Hölle.”
Der Wanderer war verwirrt. “Ihr solltet verbieten, dass sie
euren Namen benutzen! Diese falsche Auskunft wird viel
Durcheinander stiften!”

“Auf gar keinen Fall.  In Wahrheit tun die uns einen großen
Gefallen.

Denn dort bleiben alle, die es fertig bringen,
ihre besten Freunde im Stich zu lassen.”

 

   Für all diejenigen, die einen "billigen Mops" suchen:
    Ein Link zur Aufklärung über die Hundevermehrer im Ausland!
    http://www.animal-coach.de/WareHund.htm

    Sehr traurig, aber wahr!! :-(

 

ES GIBT NEUIGKEITEN VON GEORGI:
http://www.finikas.de/georgie.html  :-)

So, heute wollte ich Euch mal Georgi vorstellen:

     Georgi ist ein ganz ganz armer Hund, der als Kettenhund auf
     Kreta lebt. Den Hunden auf Kreta geht es größtenteils gar nicht
     gut! Die können von so einem Leben, wie ich es habe nur träumen!! 
     Das obige Foto hat Frauchen im Urlaub 2006 gemacht. Heute
     sieht Georgi so aus:
     

    Und er hängt immer noch an der Kette!! Für mich unvorstellbar,
    wenn ich daran denke, wie herrlich es doch jeden Tag ist, mit
    meinen Hundefreunden über die grünen Wiesen zu flitzen,
    Quatsch zu machen und sich dann daheim gemütlich in eines
    meiner 3 Betten oder aufs Sofa zu kuscheln.... vom leckeren 
    Fressi Fressi und Leckerlies mal abgesehen....
    
    Georgi hat das alles leider nicht! Er hängt tagein tagaus bei Wind
    und Wetter, bei Hitze und Kälte, völlig sinnlos an dieser Kette
    direkt an einer häufig befahrenen Straße zu einem der schönsten
    Strände von Kreta und träumt von einem anderen Hundeleben. 

    Diese arme Ketten- oder Tonnenhunde (Tonnenhunde, weil sie oft 
    eine rostige Metalltonne als Schutz bekommen, welche sich aber 
    im Sommer so aufheizt, daß der Hund sie gar nicht nutzen kann) 
    findet man auf Kreta überall, oft auch mitten in der Pampa, wo
    weit und breit nichts zu sehen ist. Ihre "Besitzer" bringen
    ihnen meist nur schlechtes Futter (wenn überhaupt) und auch
    Wasser steht ihnen meist kaum zur Verfügung. Viele verdursten
    oder verhungern elendig an ihrer Kette... :-((

    Doch Georgi und einige andere Hunde auf Kreta haben Glück
    im Unglück, wenn man das so sagen kann: Um sie kümmern sich
    ein paar ganz tolle Tierschützer auf Kreta, die die Besitzer 
    der Hunde dazu überreden konnten, ihnen täglich Futter und
    Wasser vorbeibringen zu dürfen (!), sie impfen und entwurmen
    und kastrieren zu dürfen, die ihnen einen Namen und wenigstens
    etwas Zuneigung und Respekt entgegenbringen.
    Denen, die noch keinen Schutz haben, basteln sie stabile Hunde-
    hütten, die sie wenigstens etwas vor der Hitze oder dem heftigen
    Wind schützen und ihnen das traurige Leben an der Kette etwas
    erträglicher machen.  :-(
    Einfach losmachen und mitnehmen dürfen die Tierschützer die 
    Hunde leider nicht, sowas ist in Griechenland Diebstahl (auch wenn
    sich der eigentliche Besitzer null um den Hund kümmert!) und am
    nächsten Tag würde einfach ein neuer Hund an der Kette hängen....

    All diese Arbeit kostet natürlich auch was. Und da Frauchen
    es selbst gesehen hat, wie schlimm es den Hunden in Griechenland
   
geht, hat sie nun für Georgi eine sog. "Kettenhunde-Patenschaft"
    übernommen. :-))
    Man kann so einem armen Hund schon mit 5,00 EUR im Monat helfen
    und wenn viele Menschen das machen würden, dann hätte bald
    jeder arme Hund auf Kreta wenigstens eine Hundehütte.

    Vielleicht möchtet Ihr ja auch so eine Patenschaft übernehmen
    oder sonstwie etwas für die armen Hunde auf Kreta tun?
    Dann schaut mal hier: www.archenoah-kreta.com oder hier:
    www.finikas.de. Dort findet Ihr alle weiteren Infos über den
    Tierschutz auf Kreta. 
 
    Ich fänds super, wenn möglichst viele Menschen einen kleinen
    Beitrag abzweigen könnten, damit es meine armen Kumpels auf
    Kreta wenigstens ein bißchen leichter haben!

          Vielen vielen Dank im Namen der
          armen Hunde von Kreta! 

                 Eure Jule Mops 
    

 

 

Ein klasse Text für unsere Hundehasser ;-) 

Liebe Mitmenschen, die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt!
Ihr habt ja so Recht!

Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?

Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- Schäferhund-
oder Mopsbesitzer.
Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.

Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!

Es tut mir so leid!

Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:

Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!

Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.

Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.

Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!

Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!

Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unserem Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!

Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!
Liebe Mitmenschen, ich bilde meinen Hund aus und bringe ihm Gehorsam bei, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.

Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.

Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!

Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt.

Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.

Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke!
  
 
;-))

 

Klasse Text über die leider so in Mode gekommenen
  
Sprüh-Halsbänder!!

Köpfchen statt Knöpfchen...

...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“ Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!

Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:

Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!

Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rhodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn man Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.

Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlesäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...

Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.

Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.

Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

© Clarissa v. Reinhardt
animal learn

P.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung – hoffentlich – erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt.